Thema Soziologie

Kommuneprojekte

 

Es gibt noch einen „dritten Arbeitsmarkt“ neben den beiden ersten. Wir wollen die drei Arten so definieren:

  1. Der durch die freie Wirtschaft entstehende Arbeitsmarkt.
  2. Der durch staatliche Eingriffe und Subventionierung entstehende Arbeitsmarkt (dabei sind die Übergänge fließend und die beiden Prinzipien eigentlich kaum gegeneinander abgrenzbar, weil mehr oder weniger alles subventioniert wird, insofern es der allgemeinen Akzeptanz bedarf und aus dem Gesamtorganismus hervorgeht: es gibt keine wirklich originäre Leistung. Auch z.B. die Ruhrkohleförderung läßt sich als ABM-Maßnahme verstehen.)
  3. Die weitgehend autonome Selbstversorgung.

Wenn weder der erste noch der zweite Arbeitsmarkt mehr funktionieren, bildet sich der dritte aus der Not der Situation. Das kann zwar für den Staat eine Möglichkeit der Entlastung bedeuten, weil die so aus der Marktwirtschaft herausfallenden Menschen seiner Unterstützung nicht oder kaum noch bedürfen, sie sind dann aber auch nicht mehr Teil der formierten Gesellschaft und fallen in jeder Beziehung aus dem Geldsystem heraus - d.h. leisten auch keinen Beitrag mehr zu dessen Stabilität oder Gegenwert. Immerhin ist es für uns von mehrfachem Interesse (theoretischer Modellbildung), uns solchen Systemen zu widmen. Eines davon hatten wir bereits kennengelernt: es waren die Tauschringe. Ein anderes sind die Kommunen, die im äußersten Fall selbst ohne Kunstwährung - also völlig bargeldlos - funktionieren können. Wir stellen einige exemplarisch vor:

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