Thema Soziologie

SOZIOLOGIE

 

In den 1970er und 1980er Jahren wurde das Zukunftsszenario kolportiert, im Jahre 2000 müsse nur noch ein Einziger morgens aufstehen und auf einen Knopf drücken, und dann würde der gesamte volkswirtschaftliche Produktions- und auch der weitgehend automatisierte Dienstleistungsapparat von alleine anlaufen, während alle Bürger nur noch an den Stränden lägen; allerdings würde dann der Streit darum gehen, wer dieser Eine noch sein solle.

Als dann aber das Jahr 2000 wirklich angebrochen war, war inzwischen der Neoliberalismus ausgebrochen und hatte denjenigen, die da noch an den Hebeln saßen, die Idee eingegeben, diese Hebel gehörten ausschließlich ihnen allein und alle anderen seien im Grunde nur Schmarotzer.

 

Menschenmenge 2

Verfasserhinweise im Redaktionswegweiser

Die Stadt Das Prinzip von Hestia und Hermes.

Ein Fremder kommt in eine Stadt. Er beobachtet ihre Einwohner etwa auf dem Markt und stellt fest, daß sie insgesamt eine Atmosphäre verbreiten, die er noch nirgendwo sonst erlebt hat und die offenbar für diese Stadt typisch ist. Er richtet seinen Blick auf zufällige Einzelpersonen, die ihm hier als typisch erscheinen: Was ist es, das sie von ihm selbst unterscheidet? Er fragt sich: Was hat dieser Mensch an sich, das ich nicht habe, und wohin gehöre ich selbst?

Das Ende der Arbeit?

„Seit dem Beginn der Moderne bemißt sich der Wert eines Menschen am Marktwert seiner Arbeitskraft. Jetzt, da diese Ware in einer automatisierten Welt zusehends überflüssig wird, müssen wir den Menschen in seinem Verhältnis zur Gesellschaft neu definieren.“, meint der Autor Jeremy Rifkin. Vielleicht müssen wir ihn wirklich neu definieren, aber möglicherweise nicht zu seinen Ungunsten. Der Mensch ist in der Situation, sich weitgehend von den niederen Arbeiten befreit zu haben oder befreien zu können. Das muß ja nicht unbedingt etwas Schlechtes sein.

König Kunde

Es scheint inzwischen so etwas wie eine bürgerliche Anarchie zu geben. Dabei haben wir es gewissermaßen mit einer aufs höchste aktivierten Passivität zu tun - einer Versorgungsrevolte, die nicht verstehen kann und will, was daran falsch sein sollte, sich von eben jener Basis verabschieden zu wollen, von der sie sich zugleich um so radikaler abhängig machen will. Da aber die Parole, „gegen den Staat“ zu sein, immer noch politisch sehr links anmutet und insofern kaum der richtige Ort der Masse sein kann, hat man ihr inzwischen mit viel Erfolg die neue Parole „weniger Staat“ nahegelegt.

Manager und Karrieristen

Das Wirtschaftswunder war vor allem das Ergebnis eines völligen Neustarts nach einer totalen Zäsur, die eine neue Gründergeneration hervorbrachte. Wenn aber eine in etwa gleichaltrige Generation ziemlich zeitgleich abtritt - Väter, Mütter und auch die sonst noch die Tradition gewährleistenden Onkel und Tanten - und die Nachfolger auf keinerlei Quererfahrung mehr zurückgreifen können und auch nicht organisch in die Nachfolge eingewiesen wurden, sondern die Nachfolge nur nach dem Erbschaftsprinzip erfolgte, sehen wir eine ratlose und wenig motivierte Erbengeneration, die sich mangels traditioneller Einbindung nur noch an der gegenseitigen Ratlosigkeit orientiert. Und da ihre Repräsentanten dennoch maßgebend sind, wird diese Ratlosigkeit paradigmatisch.

Ein Ruck durch Deutschland -- Eine Science-fiction-Story

Um uns die Mahnung von Alt-Bundespräsident Roman Herzig plastisch vorzustellen, „ein Ruck müsse durch Deutschland gehen“, sollten wir vielleicht versuchen, einen Blick in die Welt der Zukunft zu werfen - vor allem auch deshalb, um zu sehen, ob die Mahnung des Bundespräsidenten da in irgendeiner Weise gefruchtet hat. Begeben wir uns einmal etwa in das Jahr 2050 und statten wir einem zukünftigen Büro einen kurzen Besuch ab….

Über die Nachwirkung der 68er

Liebe Tante L…! Du hast mir einen Artikel über die „Frankfurter Schule“ geschickt und möchtest wissen, wie ich darüber denke, weil Du davon ausgehst, daß ich zur Zeit der bekannten Studentenunruhen um 1968 selbst Student und an dem ganzen Komplex irgendwie beteiligt war. - Das wird notwendigerweise allerdings ein langer Brief werden.

Kommuneprojekte

Wenn weder der erste noch der zweite Arbeitsmarkt mehr funktionieren, bildet sich der dritte aus der Not der Situation. Das kann zwar für den Staat eine Möglichkeit der Entlastung bedeuten, weil die so aus der Marktwirtschaft herausfallenden Menschen seiner Unterstützung nicht oder kaum noch bedürfen, sie sind dann aber auch nicht mehr Teil der formierten Gesellschaft und fallen in jeder Beziehung aus dem Geldsystem heraus.

Das Ökostadt-Projekt

Eine Gruppe von Menschen fand sich zusammen und entwickelte die Idee einer ‘ökologischen Stadtplanung’. Das war ein Programm eher allgemeiner Art, das zunächst noch über konkrete Einzelvorhaben und spezielle Objekte hinausging und als Idee und Programm in der Folgezeit verstärkt werden sollte. Dazu sollte zunächst eine Zeitschrift gemacht werden.

Die Konsensdiktatur

(Medienkritik überschneidet sich zwar mit dem Thema Politik, da es hier aber um die öffentliche bzw. veröffentlichte Meinung geht, sollte sie u.E. eher unter der Rubrik 'Soziologie' stehen.) Alle offiziellen Publikationsorgane, ob Zeitungen oder Sender, sind mehr oder weniger Teil des Systems. In den Fernsehgesprächsrunden begegnen wir fast nur bereits bekannten Gesichtern. Es sind immer die gleichen Leute, die uns da ihre Sicht der Dinge verkünden, und bei den meisten hat man zudem den Eindruck, daß sie nur Strohmänner oder direkte Kommissäre irgendwelcher Interessenvertretungs-Organisationen sind. Offenbar leben wir in einer ‚Mediokratie‘. Bestimmte Themen oder deren Darstellungen sind dabei tabu. Das sollen die folgenden Berichte veranschaulichen:

Der sog. ‚Fall Barschel‘ ist tatsächlich ein bis heute ungeklärtes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte und ein Politkrimi von internationalem Format, der im Oktober 1987 mit der Auffindung der Leiche des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten und persönlichen Freundes von Bundeskanzler Helmut Kohl, Uwe Barschel, in einer Badewanne des Genfer Hotels ‚Beau Rivage‘, nur vorläufig endete, weil er noch viele Jahre lang weiterhin alle möglichen Spekulationen nach sich zog. Entgegen der offiziellen Selbtmord-Version gibt es deutliche Hinweise, daß es sich um Mord handelte. Die zuständige Staatsanwaltschaft stellte aber überraschend schnell ihre Ermittlungen ein. Doch wer steckt dahinter?

Im nahen Osten stehen sich zwei Völker gegenüber, die im üblichen Sinn gar keine Völker sind, sondern ansich nur Erfindungen zweier einzelner Männer - Herzl und Arafat. Der Staat Israel ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, und zwar namentlich des jüdischen Journalisten Theodor Herzl. Ein jüdisches Volk hatte es bis dahin seit dem Altertum nicht mehr gegeben.

Der FDP-Politiker Jürgen W. Möllemann war zwar keinesfalls der einzige namhafte (deutsche) Politiker, der die aggressive israelische Politik öffentlich kritisierte. Andere durchaus honorige - wie etwa Norbert Blüm - fanden dafür sogar noch strengere Worte, aber Möllemann war angreifbarer und bot Gelegenheit zum Gegenangriff. Man konnte ihm vorwerfen, sich dieses Themas aus rein populistischen und spekulativen Gründen bemächtigt zu haben. War er aber nur der Sack, während man den Esel meinte? Doch welchen Esel?

Die Frage, ob Möllemann Selbstmord begangen hat oder ob da nachgeholfen wurde, wird ver­mutlich nie geklärt werden, sie ist aber auch nicht so wichtig, denn so oder so wurde er mit der Antisemitismuskeule erschlagen - und das ironischerweise, nachdem er ausnahmsweise einmal in seinem Leben Charakter gezeigt hatte und wo er einem ausnahmsweise einmal sympathisch zu werden begann.

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