Thema Mundan-Astrologie

26 Die Französische Revolution

 

Die Französische Revolution

 

 

Daß außer den sog. mundanen auch die wegen ihrer schnelleren Laufzeit sog. persönlichen Planeten nicht nur in den Horoskopen, sondern auch in ihrer globalen Wirkung eine Rolle spielen, wollen wir hier an einem besonders markanten Beispiel erörtern:

Zur Vorbereitung der großen Französischen Revolution war wie schon erörtert beson­ders wichtig, daß ab 1779 Pluto im Was­sermann und Neptun in der Waage standen. Die­ses sorgte schlagwortartig wassrermanngemäß für ei­ne latente Unruhe sowie waagemäßig für Gerechtigkeitsbe­gehren. Wo diese zum Ausdruck kamen, ergab sich daraus, daß ab 1782 Uranus im Krebs stand, was u.a. hieß: Unruhe im Volk.

Bei der Erstürmung der Bastille im Jahre 1789 gab es eine Ura­nus-Jupiter-Venus-Konjunktion im Löwen (was für extremen krea­tiven Ausdruck sorgte - im Sinne von extravertierter Selbsten­täußerung), wäh­rend gleichzeitig Pluto im Wasser­mann, Neptun in der Waage und Saturn in den Fi­schen (Aufbegehren der Abseiti­gen bzw. Unterdrückten) stand! Da er­scheinen die Dinge, die sich ereigneten, als nahezu zwangsläu­fig. Dem Saturn in den Fi­schen ist auch ein Phänomen zuzurechnen, das als La Grande peur (die große Furcht) be­kannt wurde und das sich kaum kau­sal, sehr wohl aber synchronistisch erklären läßt. Es be­zeich­net ein irrationales Verhal­ten der Landbevölkerung, die plötz­lich von einer regelrechnten Massenhysterie erfaßt wurde. Ein gegen die Bauern gerichteter Adels­komplott (das hatte es auch früher schon in wechselnder Weise gegeben) führte jetzt zum größten Bauernaufstand in der franzö­sischen Geschichte: nahezu alle Bauern in völlig unterschiedlichen Provin­zen griffen zu den Waffen und erstürmten die Schlös­ser ihrer Grundherren. Erst die Abschaf­fung des Feudalsystems überhaupt durch die National­versammlung konnte den Auf­stand wieder eindämmen. Die Ge­schichte kennt übrigens viele solche Ereig­nisse, die die Histo­riker nicht kausal be­gründen kön­nen.

Ab 1790 stand Jupiter in der Jung­frau, wo­durch es zu neuen Re­gelun­gen kam wie et­wa der Zivilverfassung des Klerus.

1791 stand Saturn im Widder und Ju­piter in der Waage: es kam zum Blut­bad auf dem Marsfeld. Der Widder-Saturn gilt als strenger Kämpfer, und Jupiter in der Waage sucht den Aus­gleich im Sinne einer (auch nur ver­meintlichen) Gerechtigkeit.

1792 trat Saturn in den Stier und Jupi­ter in den Skorpion: Sa­turn im Stier sorgt für Gruppenzwang, und Jupiter im Skorpion steht dafür, daß das u.U. schreckliche For­men annehmen kann.

1793 trat auch noch Neptun in den Skorpion. Wir hatten be­reits erör­tert, was daraus folgte. Mit Neptun und Jupiter im Skorpion begann fol­g­e­richtig die eigentli­che Schreckens­herr­schaft.

1794 trat Jupiter in den Schüt­zen, woraus sich der Kult des höch­sten We­sens ergab. Gleichzeitig stan­den immer noch Pluto im Wasser­mann, Neptun im Skorpion, Uranus im Löwen (Robespierre!) und Saturn im Stier.

1795 trat Uranus in die Jungfrau: das Bür­gertum war damit der Exzesse überdrüssig und drängte nun die Ja­kobiner zurück. Es kam zur Direkto­rialverfassung.

1799 trat Pluto in die Fische: Napole­on riß die Macht an sich.

1801 trat Uranus in die Waage, was zur Gesellschaft der Pariser Salons führte. Das Empire kann als Waage-Entsprechung gel­ten, weil man jetzt offenbar wieder einen Blick für Äs­thetik gewann.

1807 trat Neptun in den Schützen, und Na­poleon begann mit sei­nen Er­oberungszü­gen.


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