Thema Mundan-Astrologie

Die anderen Planeten

Ihre Entsprechungen am Beispiel der Französischen Revolution


 

Zur Darstellung der Bedeutung der anderen Planetendurchgänge soll hier nur eine kurzes Beispiel dienen – nämlich die Ereignisse der Französischen Revolution und ihre astrologischen Entsprechungen.

Zur Vorbereitung der Revolution ist beson­ders wichtig, daß wie schon erörtert ab 1779 Pluto im Was­sermann und Neptun in der Waage standen. Die­ses sorgte schlagwortartig für ei­ne latente Unruhe sowie Gerechtigkeitsbe­gehren. Wo diese zum Ausdruck kamen, ergab sich daraus, daß ab 1782 Uranus im Krebs stand, was u.a. heißt: Unruhe im Volk.

  • Bei der Erstürmung der Bastille im Jahre 1789 gab es eine Ura­nus-Jupiter-Venus-Konjunktion im Löwen (was für extremen krea­tiven Ausdruck sorgte - im Sinne von extravertierter Selbsten­täußerung), wäh­rend gleichzeitig Pluto im Wasser­mann, Neptun in der Waage und Saturn in den Fi­schen (Aufbegehren der Abseiti­gen bzw. Unterdrückten) stand! Da er­scheinen die Dinge, die sich ereigneten, als nahezu zwangsläu­fig. Dem Saturn in den Fi­schen ist auch ein Phänomen zuzurechnen, das als La Grande peur (die große Furcht) be­kannt wurde und das sich kaum kau­sal, sehr wohl aber synchronistisch erklären läßt. Es be­zeich­net ein irrationales Verhal­ten der Landbevölkerung, die plötz­lich von einer regelrechnten Massenhysterie erfaßt wurde. Ein gegen die Bauern gerichteter Adels­komplott (das hatte es auch früher schon in wechselnder Weise gegeben) führte jetzt zum größten Bauernaufstand in der franzö­sischen Geschichte: nahezu alle Bauern in völlig unterschiedlichen Provin­zen griffen zu den Waffen und erstürmten die Schlös­ser ihrer Grundherren. Erst die Abschaf­fung des Feudalsystems überhaupt durch die National­versammlung konnte den Auf­stand wieder eindämmen. Die Ge­schichte kennt übrigens viele solche Ereig­nisse, die die Histo­riker nicht kausal be­gründen kön­nen.
  • Ab 1790 stand Jupiter in der Jung­frau, wo­durch es zu neuen Re­gelun­gen kam wie et­wa der Zivilverfassung des Klerus.
  • 1791 stand Saturn im Widder und Ju­piter in der Waage: es kam zum Blut­bad auf dem Marsfeld. Der Widder-Saturn gilt als strenger Kämpfer, und Jupiter in der Waage sucht den Aus­gleich im Sinne einer (auch nur ver­meintlichen) Gerechtigkeit.
  • 1792 trat Saturn in den Stier und Jupi­ter in den Skorpion: Sa­turn im Stier sorgt für Gruppenzwang, und Jupiter im Skorpion steht dafür, daß das u.U. schreckliche For­men annehmen kann.
  • 1793 trat dann auch noch Neptun in den Skorpion. Wir hatten be­reits erör­tert, was daraus folgte. Mit Neptun und Jupiter im Skorpion begann fol­g­e­richtig die eigentli­che Schreckens­herr­schaft.
  • 1794 trat dann Jupiter in den Schüt­zen, woraus sich der Kult des höch­sten We­sens ergab. Gleichzeitig stan­den immer noch Pluto im Wasser­mann, Neptun im Skorpion, Uranus im Löwen (Robespierre!) und Saturn im Stier.
  • 1795 trat Uranus in die Jungfrau: das Bür­gertum war damit der Exzesse überdrüssig und drängte nun die Ja­kobiner zurück. Es kam zur Direkto­rialverfassung.
  • 1799 trat Pluto in die Fische: Napole­on riß die Macht an sich.
  • 1801 trat Uranus in die Waage, was zur Gesellschaft der Pariser Salons führte. Das Empire kann als Waage-Entsprechung gel­ten, weil man jetzt offenbar wieder einen Blick für Äs­thetik gewann.
  • 1807 trat Neptun in den Schützen, und Na­poleon begann mit sei­nen Er­oberungszü­gen.
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