Thema Mundan-Astrologie

 

 

Pluto im Steinbock

(2008-2024)

Pluto trat zum ersten Mal im Januar 2008 in den Steinbock, kehrte im Juni nochmals in den Schützen zurück, um dann endgültig erst im November in den Steinbock zu gehen. Wir wissen ja aus der Beobachtung des letzten Steinbock-Durchganges  (1763-1778), daß damit im Großen und Ganzen in etwa die Bedeutung „harte Zeiten“ verbunden ist, und was kann dafür heute, da ja nahezu alles nur noch eine Funktion des Marktes und der Wirtschaft ist, anderes verantwortlich und ursächlich sein als ein riesiger Börsencrash? Dieser hatte sich tatsächlich schon zu Beginn des Jahres 2008 erstmals angekündigt, als die Kurse plötzlich absackten, sich dann aber im Sommer mit der Schütze-Rückkehr nochmals kurzfristig erholten, um sich dann endgültig und prompt im September 2008 einzustellen. Danach war dann in der Tat nichts mehr so wie noch kurz zuvor.[1] Auf einmal war das Hauptthema der Zeit nicht mehr die sog. Globalisierung, sondern nur noch deren Folgen. Es ist schon bemerkenswert, wie schnell sich ein Paradigma ändern kann, und es gibt dafür eigentlich keine kausale Begründung, die das allein erklären könnte. Denn auch zuvor hatte es ja genügend Gründe zur Besinnung gegeben, und warum sollte allein ein Börsencrash das leisten, was früher noch nicht einmal die drohenden Anzeichen einer Klimakatastrophe getan hatten? Aber ebenso erstaunlich war ja eben auch die vorherige kollektive Verstrickung in die Globalisierungs-Hysterie gewesen. Wer an die Kausalität der Welt glaubt, muß darüber ansich verzweifeln.

Da wir aber erst am Beginn des Steinbock-Pluto stehen, läßt sich über die weiteren Entsprechungen vorerst noch nicht allzu viel Sonstiges sagen. Das werden wir später ergänzen. Vorab läßt sich nur vermuten, daß sich das Steinbock-Prinzip als kosmisches Gesetz Geltung verschafft und alle, die sich allzu sehr in letztlich unverantwortlicher Weise als frei und schrankenlos wähnten, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückruft. Schlechte Zeiten auch besonders für sog. 'liberale' politische Parteien, die noch unter Pluto im Schützen glaubten, die Welt sei nur ein Spielfeld für ihre eigenwillige Interpretation des Leistungsprinzips. Der Steinbock steht auch für das Gesetz und den Staat, und der wird sich vermutlich entweder freiwillig oder notgedrungen wieder ins Spiel bringen.


[1] Der Autor dieses Artikels bekennt an dieser Stelle, daß auch er sich vorübergehend, d.h. in den vorangegangenen drei Jahren, von der Börsenspekulation hatte anstecken lassen und zu Beginn des Jahres 2008 von dem plötzlichen vorübergehenden Verlust betroffen wurde, der ihm die diesmalige Bedeutung des Steinbock-Pluto - zu seinem Leidwesen etwas verspätet - veranschaulichte. Ein Blick in die Ephemeriden riet ihm dann allerdings, bis zum Sommer abzuwarten, weil bis dahin der Pluto nochmals in den Schützen zurücktrat, und dann, bevor er endgültig in den Steinbock wechselte, alle seine Anteile noch rechtzeitig zu verkaufen. Da er nicht damit rechnete, daß die kosmische Uhr allzu präzise funktionierte und es hier ja nur um die Ursache, nicht aber um die thematische Wirkung ging, tat er das demnach nicht etwa erst im November, sondern bereits zu Anfang September – keinen Moment zu früh, denn nur vierzehn Tage später geschah dann eben genau das, wovor er in diesem Fall ausnahmsweise mutig genug gewesen war, in einem größeren Kreis von etwa 20 Personen zu warnen. Natürlich hatte ihm niemand geglaubt, und später hatten prompt alle seine Vorhersage - tatsächlich! - vergessen.

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