Thema Esoterik

 

ESOTERIK

   

 

 

Im Wunsche, viele zu werden und aus sich zahllose Formen zu machen, erschuf er alle Dinge. Er ward das Begrenzte und das Unbegrenzte, das Gegründete und das Grundlose, das Bewußte und das Unbewußte, das Grobe und das Zarte. Er ward zu allem, was es gibt, weshalb die Weisen ihn das Wirkliche nennen. Über diese Wahrheit steht geschrieben: Vor aller Schöpfung war Brahman das Nichtoffenbarte. Aus dem Nichtoffenbarten ward das Offenbare. Aus sich selber brachte er sich selbst hervor. Der Selbstseiende wird er seitdem genannt. (Taittiriya-Upanischaden).

 

Vatermutterkind%203

Esoterik%201
       

 

Verfasserhinweise im Redaktionswegweiser

 

Was ist das ‚Große Arcanum’?

Das Arcanum (lat. Geheimnis, Geheimfach) war ein zentrales und mit einer mystischen Kraft versehenes Mittel der Alchemie. Da deren Rezepturen streng hermetisch waren und nur unter dem Siegel der Verschwiegenheit weitervermittelt wurden, existiert keine direkte Überlieferung des Begriffs. Im Hintergrund stand dabei offenbar die Suche nach dem „Stein der Weisen“.

Der Grüne Mann

  Grner Mann 1
   

Die Darstellung eines zumeist männlichen Kopfes, dessen Haupt- und Barthaare die Gestalt von Blättern haben, die außerdem aus seinem Mund hervorwachsen. Obwohl seine Bedeutung offenbar früher eine bestimmte Überlieferung gehabt haben muß, ist diese jedoch heute verlorengegangen. In der jüngeren Literatur lebt sie aber wieder auf. Es scheint so, als gebe es ein latentes Bedürfnis zur Wiederbelebung des darin zum Ausdruck kommenden alten Mythos.

Schamanismus

Mit der archaischen Vorstellung vom Schamanen ist eigentlich immer der Zustand der Trance verbunden, der sowohl durch Halluzinogene als auch durch eine besondere ekstatische Autosuggestion erreicht werden kann. In der Trance verändert sich der Bewußtseinszustand des Schamanen, und er tritt dadurch in eine andere Wirklichkeit, in der er zu paranormalen Fähigkeiten gelangt.

Der Vaudou (Woodoo)

Die im ekstatischen Tanz sich vollziehende Zeremonie des Vaudou bringt die Bereiche der Unterwelt und des Himmels zu einer Einheit, so daß die finstersten und abgründigsten Dinge dabei unmittelbar neben den höchsten zum Ausdruck kommen. Diese Religion steht jenseits von gut und böse; sie bringt das gesamte Leben in eine höhere Wirklichkeit. Insofern gibt es hier keine eindeutige offizielle Moral, sondern alles scheint möglich zu sein, wenn es nur richtig gemacht wird: man muß seine tieferen Anlagen richtig nutzen.

Evokationen

Ende des 19. Jahrhunderts war der Okkultismus große Mode. Besonders bekannt geworden ist der englische magische Orden 'Golden Dawn'. Waren das nur überspannte Menschen oder hatten sie recht, wenn sie davon ausgingen, daß es eine unmittelbare Wechselwirkung zwischen geistigem und physischem Aspekt des Universums gibt? Vielleicht ist unsere uns so sehr vertraute raum-zeitliche Kausalität in Wirklichkeit nur eine Unterscheidung der synchronistischen Beziehungen aller Phänomene. So gesehen sind also alle uns als kausal erscheinenden Abläufe und Manifestationen nur infolge 'geistiger' Abläufe zustande gekommen.

Zahlenmystik

Die Zahlenmystik geht davon aus, daß Zahlen nicht nur geistige Werkzeuge zum Abzählen bestimmter in einer Mehrzahl vorkommender Objekte sind, wie sie beim Rechnen und in der Mathematik verwendet werden, sondern daß sie selbst ursprüngliche Phänomene mit einem eigenen hinter ihnen verborgenen Sinn sind. Insofern werden mehrfach in Erscheinung tretende Dinge als eigenständige Gruppen oder Mengen aufgefaßt, deren Gruppierung nicht zufällig ist und nicht nur aus gleichartigen Elementen besteht, die als solche auch beliebig ergänzt oder vermindert werden können.

Sterberlebnisse 'Out-of-Body' und Reinkarnation

Sind im Weltgeist bzw. der sog- ‚Akasha-Chronik’ alle Erfahrungen und alles Wissen jenseits von Raum und Zeit gespeichert, aus dem das individuelle Bewußtsein lediglich herausgebündelt wurde und in das es dann wieder zurückkehrt, wenn es sich nach Verlassen des körperlichen Gehirnes wieder zurückstülpt? So jedenfalls scheint es sich aus den altindischen Upanishaden und der Lehre des Brahman und Atman zu ergeben. Wenn das Bewußtsein aber in den physischen Körper hineingezogen wird, so wird es damit gleichzeitig vom Weltgeist abgeschnürt, und das hat sicherlich einen evolutionären Grund: es wäre auch für einen Schauspieler wenig ratsam, wenn er sich auf der Bühne ständig an seine früheren Sorgen erinnerte, die ihn momentan nicht interessieren dürfen.

Main page Contacts Search Contacts Search