Hintergrundstrukturen

 HINTERGRUNDSTRUKTUREN

   
   
 

Der Kugelwrfel

   

Der archetypische Kugelwürfel...

ist die Grundstruktur des Kollektiven Unbewußten, nach der sich alle Erscheinungen ordnen lassen. Es mag auf den ersten Blick verwundern, daß sich ein geistiger Bereich nach einem geometrischen Muster ausrichtet, aber die drei Hauptrichtungen dieses Musters sind bereits identisch mit den drei räumlichen Hauptkoordinaten, die ihrerseits abstrakte Strukturgrundmuster sind. In den beigefügten Artikeln ist Schritt für Schritt die gesamte Struktur dargestellt und erläutert. Wir erfahren im alltäglichen Umgang, daß unsere üblichen Kategorien unzureichend sind und ansich keine sinnvolle Zuordnung erlauben. Wie vieldeutig ist etwa die Kategorie 'Religion', unter der wir so widersprüchliche Erscheinungen wie die Terrorpraktiken religiöser Fanatiker einerseits und die weltabgewandte Wahrheitssuche asketischer Mystiker andererseits zusammenfassen! Es ist demnach dringend nötig, die Erscheinungen nach ihren Hintergrundstrukturen zu gliedern. Eben das ermöglicht dieses System. In ihm ist die Vertikale identisch mit der Mittelachse des Merkurstabes bzw. dem ethischen Prinzip, das in vielfacher Erscheinung sowohl innerhalb als auch außerhalb unserer selbst existiert. Die beiden Horizontalachsen sind dagegen gleichbedeutend mit dem geisten und seelischen Prinzip....

 
 

Yggdrasil 2

   

 

Hexahedron Kugel 2

Zu den Quellen:
Willam Anderson: Der grüne Mann
Maya Deren: Tanz des Himmels und der Erde
Mircea Eliade: Schamanismus und archaische Ekstasetechnik
Evamaria Engel: Die deutsche Stadt des Mittelalters.
Carl Gustav Jung: Archetypen
Alfred Metraux: Voo-Doo in Haiti
Milo Rigaud: Die Tradition des Woodoo in Haiti
Werner Sombart: Der moderne Kapitalismus.

 

 

 
Untere Darstellung: Der germanische Weltenbaum Yggdrasil, der in ganz ähnlicher Form und stets mit der Ouroboros-Schlange in gänzlich verschiedenen schamanischen Kulturen dargestellt wird - was sich aber nie als bloße kuturelle Adaption verstehen läßt, sondern stets aus dem Kollektiven Unbewußten zu kommen scheint.
Obere Darstellung: Das Prinzip des Kugelwürfels entspricht der Kombination des Weltenbaum-Motivs in der Gestalt der inneren Kugel und des umfassenden Kubus, der die materielle Außenwelt darstellt. Es versteht sich, daß dieser in den archaischen Weltenbaum-Motiven noch nicht enthalten war, weil er der horizontalen Wirklichkeit noch nicht entsprach. Daß das Weltenbaum-Motiv einem archetypischen Urmuster entspricht, ergibt sich auch daraus, daß sogar die mit ihm verbundenen Unterthemen universal zu sein scheinen. So tauchen die drei Schicksalsgöttinnen, die an seiner Wurzel die Lebensfäden spinnen, sowohl in der nordischen Mythologie als die drei Nornen wie auch in der griechischen Mythologie als die drei Moiren auf, von denen etwa Hesiod berichtet.

Zum Verständnis der Grundaussagen dieses Bereiches dient der Essay 'Der archetypische Kugelwürfel'. Die anderen Beiträge sind aber wichtig für eine nähere Erläuterung, da diese Aussagen sonst sehr theoretisch und abstrakt wirken. Vielleicht ist deshalb eine vergleichende und parallele Lektüre ratsam.

 

Verfasserhinweise im Redaktionswegweiser

Rund Eckig

Die Kugel entspricht dem horizontalen, der Würfel dagegen dem vertikalen Prinzip soziologischer Strukturen.

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Der archetypische Kugelwürfel

Es gibt eine dreidimensionale Struktur, die durch die drei Raumachsen gekennzeichnet ist. Diese Struktur ist universal und läßt sich auch ohne weiteres auf soziologische Erscheinungen übertragen. Rudolf Steiner hat diese Grundstruktur als ‚Dreigliederung des sozialen Organismus’ bezeichnet und dazu gesagt: „Der soziale Organismus muß, wenn er gesund wirken soll, drei solche Glieder gesetzmäßig ausbilden. Eines dieser Glieder ist das Wirtschaftsleben…, das zweite Glied .. ist das Leben des öffentlichen Rechtes bzw. das eigentliche Staatsleben, das dritte Glied bezieht sich auf das geistige Leben .“

Die geistig-runde und die materiell-rechtwinklige Welt

Im Denken der Indianer ist der Kreis ein wichtiges Symbol: "Die Natur bringt alles rund hervor. Die Körper der Menschen und der Tiere haben keine Ecken." Für die Indianer bedeutet der Kreis die Zusammengehörigkeit von Menschen, die gemeinsam um das Feuer sitzen. Das Symbol des weißen Mannes dagegen sehen sie im Viereck. Viereckig seien seine Häuser und Bürogebäude, und sie haben Wände, die die Menschen voneinander abschließen. „Viereckig ist die Tür, die dem Fremden den Eintritt verwehrt, der Geldschein, das Gefängnis. Viereckig sind auch die Geräte der Weißen - nichts als Schachteln und Kisten - Fernsehapparate, Radios, Waschmaschinen, Computer, Autos. Alles hat Ecken und scharfe Kanten - selbst die Zeit ist nicht mehr rund. Die Zeit des weißen Mannes ist bestimmt von Terminen, Stechuhren und Stoßzeiten.“

Die vertikale Gesellschaft

Wenn uns alle Bestimmungen zum eigentlichen Wesen einer Stadt (siehe dazu unseren eigenen Artikel) im Stich lassen, die sich an konkreten Entsprechungen orientieren, so scheint aber eine archetypische Definition sehr hilfreich zu sein: man könnte nämlich sagen, daß unter Städten eine „durch eine vertikal organisierte Gesellschaft bestimmte komplexe bauliche Struktur“ verstanden werden kann. Wenn wir von dieser Definition ausgehen, so gelangen wir zu all jenen konkreten Entsprechungen, die für uns bei einem bestimmten Häufungsgrad das Wesen der Stadt ausmachen.

Die horizontale und die vertikale Struktur

Alle Gesellschaften sind nach zwei grundsätzlich gegensätzlichen Ordnungsstrukturen voneinander unterschieden, die aber auch als Gegensätze innerhalb der Gesellschaften die Beziehungen der Menschen untereinander und ihre jeweilige Stellung in der Gemeinschaft bestimmen: die horizontale und die vertikale Struktur. Horizontal ist etwa die Ordnung innerhalb einer Familie, vertikal ist eine Stände- oder Klassengesellschaft.

Die horizontale Realität

Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die - wie man uns sagt - für die zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind...

Babylon

Das Thema des Turmbaus zu Babylon hat die Phantasie der Menschen immer beschäftigt und die Künstler vielfach inspiriert. Es fällt auf, daß es zu bestimmten Zeiten eine gewisse Konjunktur hatte. So etwa in der Blütezeit der holländischen Malerei von der Mitte des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts - Bruegel malte den Turm 1563 und Valckenborch 1595 -, die wir auch als Aufbruchzeit des bürgerlichen Kapitalismus sehen können, was uns wiederum als Hinweis auf die tiefere Bedeutung dieses Themas dienen kann. Es ist die Thematik der vertikalen im Gegensatz zur horizontalen Gesellschaft.

Der Bamberger Reiter

Dieses bedeutende, aber bis heute rätselhafte Standbild hat man vergeblich als Darstellung aller möglichen historischen Persönlichkeiten zu deuten versucht. Vielleicht liegt es noch am nächsten, darin lediglich die symbolische Darstellung eines Prinzips zu sehen, das den Gegensatz der vertikalen und horizontalen Gesellschaftsordnung verkörpert. Viele Gründe sprechen dafür. Dieses Standbild unterstreicht und veranschaulicht die Bedeutung der anderen Aussagen unseres 'Hintergrundstrukturen'-Bereiches und bietet sich insofern als ideale Darstellung seiner in ihm erörterten Prinzipien an.

Aufstieg und Fall metaphysischer Systeme:

  1. Venedig
  2. Amsterdam

Am Beispiel der Städte Venedig und Amsterdam wird anschaulich, wie große Zivilisationen entstehen und welche Gründe für ihren Aufstieg und Niedergang maßgeblich sind oder sein können. Wir verwenden dabei einige Begriffe (Achsen, Exponenten) des Systems, das im Essay ‚Der archetypische Kugelwürfel’ vorgeschlagen wurde, weil diese Modelle eben auch zu deren praktischer Veranschaulichung dienen sollen. Was dabei deutlich werden soll, ist vor allem die Tatsache, daß es sich stets um organische Systeme handelt, die nach archetypischen Mustern strukturiert sind. Entgegen der offiziellen Sichtweise sehen wir hier also nicht einen sich optimierenden linear-kausalen Prozeß vor dem Hintergrund objektiv vorgegebener Kulissen etwa im Sinne eines Vulgär-Darwinismus, sondern einen Entwicklungsvorgang im Sinne universaler Prinzipien.

 

Was ist Geld?

Unser Achsensystem ist besonders geeignet, uns bestimmte Dinge wie etwa das Geld verständlich zu machen, mit denen wir täglich umgehen und die unsere ganze Alltagswirklichkeit bestimmen, die wir aber tatsächlich so wenig verstehen, daß wir und sogar viele unserer maßgeblichen Politiker gar nicht wissen, woher sie kommen. Dieses Verständnis ist wichtig, um uns von falschen Projektionen zu befreien. Die hierher gehörigen Artikel sind wie folgt gegliedert:

  1. Von der Tauschwirtschaft zur Geldwirtschaft
  2. Die Geschichte des Geldes
  3. Wer verdient das Geld?
  4. Der Baum der Großstadtzivilisation

 

 

 

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