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Die 7 und die 13

 

 

Theoretischer AnhangRubik Wrfel A

Zur Erörterung einer umfassenden philosophischen Theorie, wie ich sie in meinem Buch dargestellt habe (siehe Verlagsprodukte), fehlt hier natürlich der Platz. Ich möchte aber kurz den Hauptgang der Argumentation andeuten - und zwar am Beispiel des bekannten Rubik-Würfels:

Die Welt ist - soweit in ihr eine Quantisierung überhaupt möglich ist - 'operationabel' (bzw. operationalisierbar), weil sie auch insofern auf Erkennbarkeit durch die sie projizierenden Subjekte angewiesen ist (siehe dazu hier). Das bedeutet u.a., daß sie gemäß den drei räumlichen Hauptkoordinaten so geordnet ist, daß man bei einer Aberration vom jeweiligen Ausgangsort bei einer konsequent durchgeführten Rückführung immer wieder an diesen zurückkehrt, sofern die Summe der räumlichen Koordinatenwerte jeweils für sich die gleiche ist - also a, b und c wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückgelangen können. Daß das nicht selbstverständlich ist, läßt sich zum Beispiel am Rubik-Würfel demonstrieren: operationabel ist er dann, wenn aus jeder seiner verdrehten Positionen eine Rückführbarkeit in die geordnete Ausgangsposition möglich ist. Daß durch solch eine Bedingung die mögliche Vielfalt[2] der Welt erheblich reduziert wird, läßt sich dadurch demonstrieren, daß man einem geübten Würfelakrobaten einen Würfel in die Hand gibt, den selbst er nicht in seine Ausgangsposition zurückführen kann. Das läßt sich durch einen präparierten Würfel erreichen, bei dem man z.B. ein Seitenstück um 180° verdreht hat. Daraus wird klar, wie viele alternative Möglichkeiten es noch gibt und wie beschränkt die scheinbar so vielfach entfaltete Welt ist. Nur durch die Verdrehung eines einzigen Elementes gelangen wir in eine verdoppelte Welt, wir könnten aber noch viele andere Elemente verdrehen! Das ist vermutlich auch der Grund, warum die 1-4-2-8-5-7-Reihe überhaupt möglich ist: die Welt hat sich eben aus einem zuvor definierten Anfangszustand entfaltet, was übrigens als weiterer Beweis für die fundamentale Bedeutung dieser Reihe dienen kann. Hieraus wird deutlich, daß die Operationalität der Zählwerte nicht nur dem Gebot der Denknotwendigkeit entspricht, sondern auch erst eine quantifizierbare Realwelt ermöglicht - bis hin zur modernen Technik.

Diese Beschränkung auf operationabele Quantitäten sollte man sich allerdings besser nicht im objektiven und materiellen Bereich vorstellen, obwohl auch das denkbar ist und es dafür sogar manche Belege gibt - zum Beispiel verweist die ausschließliche Linksdrehung des DNS-Stranges in sämtlichen (!) biologischen Zellen darauf hin, da ja theoretisch auch eine Rechtsdrehung möglich wäre, sich aber die Natur wohl in ihren Uranfängen nur für diese Lösung entschieden hat, wobei es zu einem einmaligen und grundsätzlichen Entscheidungskampf gekommen sein muß, weil beide Systeme sich gegenseitig ausschlossen und demnach füreinander giftig waren (eine einzige Zufallskombination war demnach die eine Urzelle allen Lebens, von der alle späteren Ein- und Vielzeller, Pflanzen und Tiere, abstammen) -, sondern eher im Bereich subjektiver Assoziationsschablonen. Da aber objektiver und subjektiver Aspekt ansich unlösbar miteinander verbunden sind, ist das letztlich wohl unerheblich. Das macht in jedem Fall noch anschaulicher, daß es sich bei höheren Zahlen um bloße Abstraktionen handelt. (Daß wir so große Zahlen auch für die stellaren Objekte des Weltraumes möglicherweise gar nicht benötigen, wird in unserem Essay 'Ist das Universum unendlich groß?' dargestellt.)

 


 

[1] Eine entsprechende Antwort 42 stammt aus dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams. Es ist die Antwort auf die generelle Frage „nach dem Leben, dem Universum und allem“. Anhand dieser Vorgabe wurde die Antwort vom größten existierenden Computer errechnet und war angeblich „mit absoluter Sicherheit korrekt“. Nur hatte man die damit verbundene Frage vergessen, und sie war wohl auch gar nicht in dieser Form zu stellen. Frage und Antwort schließen sich hierbei gegenseitig aus. Es ist unmöglich, jemals beide im selben Universum zu kennen - und würde es trotzdem geschehen, würden Frage und Antwort sich gegenseitig aufheben. Daran sollten auch unsere Physiker denken, die immer noch nach einer Weltformel suchen.

[2] Diese soll übrigens beim Rubik-Würfel mehr als 43 Trillionen mögliche Operationen betragen, wobei nicht ganz klar ist, ob das nur eine mathematische oder auch praktische Möglichkeit ist, denn letztere ist, wie hier erörtert, erheblich geringer.


 

 

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