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Die 7 und die 13

   
   

Die 19 als die Zahl des Menschen

Fortsetzung der Ausführungen aus dem Artikel 'Das große Arcanum':

 

Und was bedeutet die Zahl 29? Das ist das große Arcanum, die große Aufgabe für den Sucher![1] Viele Alchemisten haben ihr ganzes Leben damit verbracht, solchen letzten großen Geheimnissen nachzuspüren; jahrelang, jahrzehntelang haben sie ihre Tage und Nächte hinter Tiegeln, Retorten und voluminösen Folianten verbracht, gebruzzelt und gegrübelt, um nur noch dieses eine große Geheimnis zu lüften und um danach ihr Offenbarungserlebnis zu haben, das alle ihre Lebensmühen belohnen sollte. Oft ist es aber so, daß wir noch bewußt einer solchen Antwort nachspüren, während unser Unterbewußtsein sie schon lange kennt. Und vielen wurde so am Ende klar, daß sie die Antwort schon lange gefunden hatten. Es war eine esoterische Antwort, die ihnen eine viel höhere Weisheit brachte als es je eine konkrete Antwort vermocht hätte. Vielleicht wurde ihnen am Ende bewußt, daß sie tatsächlich einfach nur die Frage falsch gestellt oder in der falschen Richtung und auf dem falschen Acker gesucht hatten. Was kann sie nur getrieben haben, und wie weit müssen sie vom Wege abgekommen sein, ausgerechnet in der Materie nach einer spirituellen Antwort zu suchen! Denn so wird es uns wenigstens berichtet. Ausgerechnet Metalle nach spirituellen Formeln umwandeln und in der Struktur der chemischen Elemente, dem Feld der Materie schlechthin, nach einer solchen Antwort suchen zu wollen, muß uns heute grundsätzlich als der falsche Weg erscheinen. Andererseits haben sie uns ja immerhin ihre merkwürdigen Zeichnungen hinterlassen, in denen sich wirklich ein tieferer philosophischer Sinn zu zeigen scheint, weil er sich auch auf ganz anderen Wegen offenbart, die sie vermutlich gar nicht kannten. Aber vielleicht soll uns in allen unseren Wegen auf der Suche nach den letzten Wahrheiten immer auch der Kreuzweg begegnen, der sich in der Frage nach der Grenze zwischen Sinn und Unsinn darstellt. Alle die wunderbaren Gesetzmäßigkeiten und Figuren, die wir auch hinter den anderen fundamentalen Primzahlen erkennen, verlieren sich nämlich hinter den höheren Primzahlen immer mehr, je weiter wir ihnen nachforschen, und oft, wenn die Antworten und Systeme, die wir dabei finden, uns am wunderbarsten erscheinen, wird uns zugleich auch die Frage immer bewußter, ob wir uns hier mit unserer Deutelei schon längst auf einem Holzweg befinden und uns selbst ein Bein stellen. Das gerade ist in unserem Leben die große Aufgabe: immer diese Grenze zu finden, für deren Lösung es kein Patentrezept gibt. Der Grat zwischen einer überspannten Sinnsuche einerseits und einem im bloßen Diesseits verfangenen perspektivlosen und an Retardation grenzenden (!!!) Pragmatismus andererseits ist immer sehr schmal und soll es wohl auch sein. Damit soll gesagt werden, daß es keineswegs überflüssig ist, nach dem tieferen Sinn der Zahl 29 zu suchen, denn auch dabei kann immerhin der Weg das Ziel sein, und vielleicht liegt die Antwort auf der anderen Seite des Spiegels. Doch wenn wir sie dort vielleicht endlich finden, haben wir inzwischen vergessen, welche Frage wir damit verbanden, denn die lag eben auf dieser Seite. Das ist am Ende das große Dilemma, daß sich Frage und Antwort in einer Spiegelwelt letztlich gegenseitig ausschließen oder daß wir beides zwar mit dem Verstand ins Auge fassen, während wir dabei ganz sicher fühlen, daß uns das nicht befriedigen kann - oder umgekehrt, daß wir zwar fühlen, daß wir einer Antwort sehr nahe sind, daß unser Verstand dann aber streikt.

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