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Das große Arcanum

Das große Arcanum

 

Die Prometheus-Zahl

Die 19 als die Zahl des Menschen

 

Der Zustand der heutigen Welt ist zu einem wesentlichen Teil Menschenwerk und beruht in seiner leider beklagenswerten Form vor allem auf einer Grundeinstellung, der zufolge sich der Mensch lediglich als zufällig hinzugekommener winziger Zaungast des kosmischen Geschehens sieht (Jaques Monod), dem gegenüber er im übrigen keine persönliche Verantwortung hat. Das ist die Konsequenz des materialistischen Weltbildes, das von der Materie-Priorität ausgeht. Wenn die Menschen allerdings auch nur eine Ahnung von der im Wesentlichen geistigen Natur des Universums hätten, würden sie möglicherweise weniger bedenkenlos handeln, denn dann läge für sie wohl die Vermutung näher, daß ihre Handlungen ganz unmittelbar auf sie selbst zurückwirken.

Die Alchemisten waren dagegen noch im Grunde spirituell. Die Art und Weise, wie wir sie heute vornehmlich sehen, nämlich als abergläubische Goldsucher, entspricht eigentlich nur unserer eigenen Perspektive. Tatsächlich suchten sie merkwürdigerweise ausgerechnet in der Materie nach tieferen spirituellen Geheimnissen - was aber nicht völlig falsch ist, wenn man in der Materie fixierten Geist sieht. Es ist auch bekannt, daß sie sich mit der Erzeugung künstlicher Menschen in der Retorte, sog. 'Homunculi', befaßten und zugleich den 'magischen Quadraten', in denen alle horizontalen, vertikalen und diagonalen Quersummen den gleichen Wert haben, einen mystischen Wert beimaßen. Soweit noch erahnbar - denn ihre Quellen und Schriften waren offenbar verschlüsselt und sind uns heute kaum noch zugänglich - ging ihre Homunculi-Philosophie von einem fundamentalen 'Mensch'-Prinzip aus, das schon lange vor dem eigentlichen Auftauchen des Menschen im Universum als archetypisches Thema vorhanden war. Diese Auffassung findet sich auch in den Schriften Emanuel Swedenborgs, die Goethes Faust beeinflußt haben. Alle diese Themen lassen sich tatsächlich hinter der mystischen Zahl 19 nachweisen, die auch aus anderen Gründen als die Zahl des Menschen gedeutet wird  - sie ist u.a. die Summe von 12 und 7, und nach astrologischer Interpretation ist das archetypisch 84-jährige Leben des Menschen in 12 Siebener-Jahresperioden untergliedert, wie auch in unserem Körper etwa alle 7 Jahre unsere sämtlichen Zellen ausgetauscht werden.

In der Tat verbirgt sich hinter der Zahl 19 ein echtes magisches Quadrat, in dem auch die diagonalen Quersummen den horizontalen und vertikalen entsprechen! Wenn wir irgendwelche Zahlen durch 19 teilen, kommen wir etwa bei der nächsthöheren Zahl 20 zu dem Ergebnis: 1,052631578947368421052631578 947368421052631578 947368421 usw. (Siehe Rechenkontrolle mit dem nebenstehenden Rechner.) Nach 18 Stellen wiederholt sich die gleiche Reihe hinter dem Komma, sodaß wir es hier mit einem 'Zahlenkreis' zu tun haben. Die nächste Zahl 21 : 19 ergibt: 1,105263157894736842105263157894736842105263157894736842 usw. (Der nebenstehende Rechner reicht allerdings noch nicht einmal aus, um nur mindestens den kompletten 18-stelligen Zahlenkreis hinter dem Komma zu sehen. Man muß deshalb berücksichtigen, daß er die letzte Ziffer abrundet. Noch mehr Stellen zeigt aber etwa der wissenschaftliche Rechner, den die meisten auf ihrem Computer haben - und zwar zB. bei Windows XP unter Start/ Programme/ Zubehör.)

Wenn wir diese Reihen hinter dem Komma folgerichtig immer übereinander schreiben, bis wir 18 Reihen mit jeweils 18 Stellen erreicht haben (denn danach muß ja mit der nächsten 19-Vielfachen, wenn wir auch die durch 19 teilen, eine uns hier nicht interessierende Nullenreihe hinter dem Komma erscheinen), so erhalten wir das unten links abgebildete Zahlenquadrat:

  Magisches Quadrat Der 19 C Magisches Quadrat Der 19 B
     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle diese Zahlenreihen sind Folgen aus einem einzigen Zahlenkreis, der rechts daneben abgebildet ist. Darin sind die inneren roten Zahlen die Nummerierungen der Zahlenreihen des linken Feldes und insofern identisch mit den roten Zahlen links. Sie bezeichnen dabei die Anfänge der im Kreis im Uhrzeigersinn laufend abzulesenden Zahlenreihen. Wenn wir die erste Zeile als Baisreihe bezeichnen, so ergibt sich hier folgende bemerkenswerte Regel: Jede folgende Zeile ist ein ganzzahliges Vielfaches dieser Basisreihe, wobei die jeweilige rote Reihenzahl dem Multiplikator entspricht.

Das Zahlenquadrat ist in vier Felder unterteilt. Es zeigt sich nun, daß nicht nur - entsprechend der üblichen Eigenschaft aller echten magischen Quadrate - die beiden Hauptdiagonalen ebenso wie alle horizontalen und vertikalen Reihen die gleiche Summe (hier 81) ergeben, sondern daß diese Hauptdiagonalen hier außerdem aus jeweils zwei Einzelfelddiagonalen zusammengesetzt sind, von denen die grün markierten jeweils die Summe 29 und die rot markierten jeweils die Summe 52 ergeben, was in der Addition eben 81 ist. Nimmt man die Horizontalachse als Klappachse, so ergibt die Addition der dadurch zusammenfallenden Einzelfelddiagonalen stets 81; wenn man aber die Vertikalachse als Klappachse nimmt, so ergeben sich in der dadurch erzielten Addition entweder 2 x 52 = 104 oder 2 x 29 = 58.

Betrachten wir aber die einzelnen Zahlen: In diesem Feld scheint sich auch die Quintessenz der Fluddschen Kosmologie darzustellen, der gemäß sich Ober- und Unterwelt wie Tag und Nacht gegenüber stehen, denn wenn man die obere Hälfte des Feldes über die mittlere Horizontalachse klappt, ergänzen sich jeweils zwei Zahlen zur Komplementärzahl 9 (die auch als kosmische Ergänzungszahl gilt), während dazu aber über der Erde eine bloße Verschiebung, also eine Übereinanderschiebung der Feldhälften, genügt. In diesem Zahlenfeld wird entsprechend dem Weltenbaum-Motiv oberhalb der Horizontalachse die Tag- und unterhalb von ihr die Nachtseite dargestellt, während unser Weg auf der Erde (ein Gleichnis für unseren Lebensweg) durch eine ständige persönliche Vorwärtsbemühung gekennzeichnet ist. Wir wandern auf der Erde physisch vorwärts, müssen aber stets eine Kreuz­wegentscheidung treffen, wie wir das tun.

Doch das ist nur der Versuch einer Deutung. Davon abgesehen zeigt aber das Feld noch weitere einer Deutung vorbehaltene Eigenschaften. Es handelt sich nämlich um eines der wunderbarsten magischen Quadrate überhaupt. Wir stellen als Eigenschaften des sich aus der Übereinanderschreibung aller Folgewerte ergebenden Zahlenfeldes fest:

  1. Das Gesamtfeld besteht aus 18 Reihen mit jeweils 18 Ziffern.
  2. Alle Zahlenreihen gehören zu einem einzigen 18-stelligen Zahlenkreis, wobei jeder Folgewert ein ganzzahliges Vielfaches des Basiswertes ist. (Denn 2 x 052631578 947368421 = 105263157 894736842 usw.)
  3. Es ergibt sich eine durchgehende Überlagerung aller Zahlen zur Summe 9, sofern das Gesamtfeld bezüglich seiner horizontalen Mittelachse gespiegelt und bezüglich seiner vertikalen Mittelachse verschoben und übereinandergelegt wird.
  4. Die Quersummen aller Horizontalen und Vertikalen sowie der beiden Hauptdiagonalen beträgt immer 81.
  5. Die Quersummen sind derartig unterteilt, daß sie aus je einer Einzelfelddiagonale mit der Summe 29 und einer mit der Summe 52 bestehen. Als deren überlagernde Addition ergibt sich die Zahl 81, und wenn wir sie paarweise (als nach oben oder unten gerichtete Pfeilspitzen) zusammenfassen, ergibt sich entweder die Zahl 58 oder 104.
  6. Ziffernsummen und Quersummen sind natürlich etwas anderes, insofern als bei ersteren nur die Felder abgezählt und bei zweiteren deren Nennwerte addiert werden; ebenso unterscheiden sich die Summen der Gesamtdiagonalen und der Einzeldiagonalen. Dennoch tauchen alle Werte in wechselseitiger Verschränkung in den Diagonalen auf - und zwar die Quersum­men der Gesamtdiagonalen 81 als Ziffernsumme jedes Einzelquadrates und die Gesamtquersumme der Einzeldiagonalen 324 als Ziffernsumme des Gesamtfeldes.

Was bedeuten aber die Zahlen 18, 81, 52, 29 bzw. 104 und 58? Es gibt tatsächlich eine Entsprechung dieser Zahlen in der Natur - und zwar im periodischen System der chemischen Elemente. Das würde allerdings der Tatsache entsprechen, daß die Alchemisten die geistige Quintessenz, nämlich den Stein der Weisen, gerade in der Materie suchten. Führt es aber nicht zu weit, ausgerechnet in diesem Periodensystem nach Sinnenentsprechungen zu suchen, auch wenn es keineswegs willkürlich, sondern nach dem atomaren Aufbau der Elemente gegliedert ist? Zwar war dieses System den Alchemisten noch nicht bekannt, aber sie wären sicher nicht erstaunt gewesen, ausgerechnet darin das wiederzufinden, wonach sie immer gesucht haben. Wenn wir dort die stabilen Elemente zusammenfassen, die keinem radioaktiven Zerfall unterliegen, kommen wir bis einschließlich zur Zahl 83. Dabei handelt es sich um das seit Paracelsus bekannte supermagnetische Element Bismut oder Wismut (es kann mit einer Halbwertzeit von 19. Trillionen Jahren kaum ernsthaft zu den radioaktiven Elementen gezählt werden, obwohl es im Periodensystem noch so aufgeführt wird). Doch bilden in der Reihe bis 83 zwei Zwischenelemente eine Ausnahme, weil sie tatsächlich auch nicht stabil sind: es sind die Elemente mit den Ordnungszahlen 43 und 61. Somit haben wir also insgesamt tatsächlich 81 stabile Elemente und zwei Sonderfälle in ihrer Reihe. Deren Ordnungszahlensumme ergibt 104, die Differenz von 61 und 43 ist 18, und ihre Mittelzahl ist 52, nur die Bedeutung der 29 wäre noch offen. Außerdem fallen die Namen der beiden Ausnahme-Elemente ins Auge - sie heißen nämlich Technetium und Promethium. Dabei bedeutet der erste Name ‚künstlich’ und der zweite leitet sich natürlich von Prometheus ab, in dem sich der Mensch von den göttlichen Gesetzen zu emanzipieren suchte - gemäß dem Wotan-Spruch in Wagners 'Walküre': "Not tut ein Held, der ledig göttlichen Schutzes sich löse vom Göttergesetz.." Außerdem sollte man wissen, daß das erstere Element ursprünglich als Masurium benannt wurde; aber wenn solche Namen eben archetypisch falsch oder bedeutungslos sind, setzen sie sich erfahrungsgemäß nicht durch. Der Name des erst im 20. Jahrhundert entdeckten Promethium wurde übrigens als Warnung an die Menschheit vor den Gefahren des Atomzeitalters gewählt und bedurfte insofern keiner Änderung. Die jetzigen Namen stehen jedenfalls immerhin beide für das Menschprinzip! Und was bedeutet dann die Zahl 58? Das Element mit dieser Ordnungszahl heißt tatsächlich Cerium, und dieser Name wurde nach dem Zwergplaneten Ceres gewählt, dieser wiederum nach dem Namen der römischen Göttin des Ackerbaus, und das astronomische Symbol von Ceres ist eben die Sichel! Wir hätten es so gesehen hier also mit dem Gegensatz von Geist und Materie zu tun bzw. dem des Menschen einerseits und seiner natürlichen Basis, der Erde, andererseits, mit deren Gesetzen er sich in Übereinstimmung bringen sollte: Prometheum promeritandum est! Der Mensch sollte sich als solcher verdient machen! Doch sein Spiegelbild zeigt ihm oft genug, daß er damit falsch herum steht.

Und was bedeutet die Zahl 29? Das ist das große Arcanum, die große Aufgabe für den Sucher! Viele Alchemisten haben ihr ganzes Leben damit verbracht, solchen letzten großen Geheimnissen nachzuspüren; jahrelang, jahrzehntelang haben sie ihre Tage und Nächte hinter Tiegeln, Retorten und voluminösen Folianten verbracht, gebruzzelt und gegrübelt, um nur noch dieses eine große Geheimnis zu lüften und um danach ihr Offenbarungserlebnis zu haben, das alle ihre Lebensmühen belohnen sollte. Oft ist es aber so, daß wir noch bewußt einer solchen Antwort nachspüren, während unser Unterbewußtsein sie schon lange kennt... Gibt es also eine Erklärung dafür, die den wahren Sucher befriedigt? Dazu können die folgenden Essays vielleicht einen Hinweis bieten!

Siehe zur ausführlicheren Erörterung des hier besprochenen Themas die Essays 'Die Magie der Zahlen' und 'Spiegelwelt'. Die Darstellung des Zahlenfeldes begegnet uns dort in einer bildlichen Darstellung von vier Weckern. Dadurch sollte einiges deutlicher werden.

(Alle Rechte dieses Artikels liegen gemäß dem Deutschen Urheberrecht und dem Copyright bei uns. Sie beruhen nicht auf fremden Quellen und wurden bisher nur auf dieser Internetseite veröffentlicht. Siehe dazu auch die Hinweise in unserem Impressum.)


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